NÁXOS

EINE KYKLADEN INSEL MIT GOLD SCHIMMERNDEN TRAUMSTÄNDEN

von Verena Ruthmann

Schon von Weitem ziehen sie den Besucher in ihren Bann, die weiß getünchten Häuser. In mitten der karg anmutenden Hügellandschaft blitzt das Weiß ihrer Dächer im Sonnenlicht auf , ab und an durchbrochen vom strahlenden Blau einer Kirchenkuppel. Folgt man ihrer magischen Anziehungskraft, trifft man am Straßenrand auf Ziegenherden, die herumspazieren. Hört das Rauschen des Meeres mal ganz nah und mal in weiter Ferne.

Herzlich willkommen auf einer meiner Lieblingsinseln unter den Kykladen – Náxos!

Die größte und fruchtbarste Insel der Kykladen lockt mit feinen Sandstränden, perfekten Surfspots, Trekkingstrecken und viel Kultur aus vergangenen Zeiten. So soll sich einst der Göttervater Zeus hier auf der Insel in der Höhle Spileon Agia vor seinem eigenen Vater versteckt und nur so als Kind überlebt haben.

Die gleichnamige Inselhauptstadt, auch Chora genannt, lockt mit ihren schmalen Gassen, einer alten Burg und dem Ficherreihafen Gäste aus aller Welt an.

Náxos gehörte zum römischen, byzanitischen, venezianischen und osmanischen Reich, die alle ihre Spuren hinterlassen haben. Dies macht einen Teil ihres unverwechselbaren Charmes aus.

Wer auf die Insel kommt, reist meistens mit der Fähre in Chora an. Schon bei der Einfahrt in den Hafen ist von Weitem das Wahrzeichen der Insel, das alte Tempeltor Portara zu sehen.

Die Inselmitte ist von Bergmassiven und Schluchten durchzogen. Landwirtschaft ist wichtiger Bestandteil des Lebens auf Náxos. Ihre Felder haben die Bauern terrassenförmig angelegt und prägen damit das Landschaftsbild. Abwechselnd reihen sich die strahlend weißen kleinen Bergdörfer mit den Terrassenfeldern entlang der Berghänge. Alles gipfelt am Berg Zas (1.004 m) dem höchsten der Insel und benannt nach Zeus . Rings um den Berg befindet sich ein ideales Wandergebiet, perfekt für Trekkingliebhaber. Belohnt werden sie am Ziel mit einer atemberaubenden Aussicht über die ganze Insel. Am Fuße des desselbigen befindet sich die sagenumwobene Höhle Spileon Agia.

Autor Landkarte: K. Netolitzky

Auf den Feldern der Bauern stehen überwiegend Obst- und Olivenbäume, Getreide und Kartoffeln werden angebaut. Kühe, Schafe und Ziegen sorgen für Fleisch- und Käsenachschub. Ein ganz persönlicher DieFerienwelt Tipp – unbedingt  testen, der gute Ruf eilt dem Käse voraus! Eine weitere Besonderheit ist der Marmorabbau.

Es ist schier unglaublich was diese Insel alles zu bieten hat. Ihre Vielfalt und die Ruhe die sie ausstrahlt, haben Náxos für mich zu einem Liebling und Favoriten unter den Kykladen gemacht.

Im Norden schlägt das Herz der Surfer und Kiter höher. Geprägt von Steilküste, nur wenigen kleinen (meist) Kiesstränden, dafür häufig starken Winden versehen, finden sie hier ihr Glück. Die Steilküste zieht sich bis in den Osten, aufgrund seiner Kargen Landschaft ist dieser Landstrich kaum bewohnt. Von  der Westküste bis in den Süden finden sich die herrlichen, im Schein der Sonne Gold schimmernden Sandstrände, die zum Relaxen und Baden einladen.

Egal wo auf Náxos, Massentourismus ist hier (noch) ein Fremdwort! Hier lebt der Besucher noch Traditionen, genießt die Ruhe und alles ist noch “typisch” griechisch.  Ganz nebenbei sorgt der trockene Meltémi Wind für eine erträgliche Sommertemperatur.

Du brauchst noch mehr “Pros” für die Insel? Hier kommen sie:  Im Vergleich zu den berühmten Kykladeninseln Santorini und Mykonos, sind die Nebenkosten auf Naxos günstiger. In den vielen Tavernen der Insel kann man hervorragend und günstig, die typisch griechische Küche genießen, oft mit Sitzgelegenheiten in wunderschönen Gärten oder direkt am Meer im Sand. An der touristisch gut erschlossenen Westküste in den Ferienorten Agios Prokopis und Plaka, gibt es viele kleine inhabergeführte Hotels, die nur fussläufig von den schönen Stränden entfernt liegen. Wer Urlaub in absoluter Ruhe genießen möchte, dem empfehle ich die Strände im Süden.

Persönlicher DieFerienwelt extra Tipp: Wer nach Naxos reist, sollte mit einem Mietwagen, Quad oder Buggy die vielfältige Landschaft und Kultur der Insel entdecken. Die Hauptstraßen sind asphaltiert, die meisten Nebenstraßen jedoch nur Sandpisten (aber noch machbar mit normalem PKW). ABER eine herkömmliche Rundreise um die ganze Insel herum ist nicht möglich! Vom Norden geht es bis zur Inselmitte. Ab hier führen nur noch Stichstraßen zu den Stränden im Süden. Der Süden ist quasi nur sternförmig zu erkunden und deswegen auch so herrlich ruhig und eine Oase der Entspannung!

Unsere 10 Top-Tipps für deinen Náxos-Urlaub

Die Inselhauptstadt Chora (Náxos-Stadt)

Einen wunderschönen Blick auf Chora genießt man von der vorgelagerten Felseninsel auf der die Portara, das Wahrzeichen der Insel, steht. Die kleine Felseninsel ist über einen Damm erreichbar. Das ca. 6 m hohe Tempeltor wurde aus inseleigenem Marmor um 550 v. Chr. errichtet. Der Tempel sollte dem Gott Apollon geweiht werden, wurde jedoch nie fertig gestellt.

Die Altstadt mit ihren verwinkelten, engen Gassen, den weißen Häusern und der venezianischen Burg gehört zu den schönsten der Kykladen. In der besonders schönenOld Market Street“ locken viele kleine Boutiquen und Tavernen. Hier sitzt man im Schatten der Häuser unter duftenden, bunt blühenden Bäumen und genießt das Leben. Über viele Treppen erreicht man die gut erhaltene Burg. Der Ausblick von hier oben ist fantastisch.

Kouros von Flerio und Farangi

Den Marmorabbau haben wir schon angesprochen. Kouros von Flerio und Farangi

die Marmorstatuen liegen nur wenige Meter in einem antiken Steinbruch auseinander, unweit der Ortschaft Mélanes. Sie sind die wohl berühmtesten Symbole des Marmorabbaus. Beide Jünglingstatuen sind mehrere Meter lang und einige Tonnen schwer. Vermutlich wurden sie im 6. Jahrhundert vor Christus angefertigt, bei Transportversuchen beschädigt und dann liegen gelassen.

Chalki und das Zentrum der Insel

Weg vom Glanz des Marmors und auf in das malerische Dorf Chalki. Es liegt im Zentrum der Insel und allein die Fahrt dorthin wird mit wunderschönen Ausblicken in Täler, auf Bergspitzen und Terrassenfelder belohnt. Überall im Zentrum der Insel liegen kleine Bergdörfer, Kirche und Klöster verstreut. Auch kann man einige Marmorsteinbrüche entdecken.

Chalki ist ein venezianisch geprägtes Dorf, seine Häuser sind gut erhalten und es versprüht seinen eigenen Charme. Das Zentrum ist fast unbefahren und so macht ein Bummel besonders viel Spaß. Etwas abseits in einer Seitengasse, gibt es eine Weinbar in der man gerne mal in Ruhe einen griechischen Wein probieren kann.

Ausflug zur Nachbarinsel Paros

Auf den Spuren Hollywoods, ein Ausflug auf die Nachbarinsel. Nicht nur wir von DieFerienwelt finden, dass Paros einen Besuch wert ist.  Der Ruf der bezaubernden Altstadt eilt ihr Weit voraus. So typisch griechisch, mit so viel Flair und Charme, da konnte selbst Hollywood nicht anders, als den Film “Mamma Mia” direkt vor dieser Traumkulisse zu drehen. Mit der Fähre geht es mehrmals täglich von Náxos nach Paros.

Panagia Drosiani

Die byzantische Kirche nahe dem Dorf Moni ist einer der besterhaltenen Kirchen Griechenlands, außerdem symbolisiert sie Geschichte und ist ein Nachlass der verschiedenen Mächte die Griechenland einst regierten.  Panagia Drosiani sticht durch ihre Einzigartigkeit hervor, denn sie hat keines der strahlend blauen Kuppeldächer.

Die Kirche wurde Stück für Stück erweitert. Ihre unterschiedlichen Gebäudeteile sind schon von außen gut erkennbar. Das unscheinbare Äußere täuscht. Im Inneren der Kirche finden sich beeindruckende Wandmalereien die Szenen des frühen Christentums zeigen.

Moutsouna

Über Serpentinen, mit traumhaften Ausblick auf das Meer (für den Beifahrer), führt die Straße hinunter in das Dorf Moutsouna. Schon bei der Anfahrt kann man erahnen, dass Moutsouna einmal ein bedeutsamer Ort gewesen sein muss. Eine alte Seilbahn, ein Relikt aus der Zeit des Schmirgelabbaus. Bis in die 1970iger Jahre wurde der Schmirgel hier verladen und direkt verschifft.  Heute ist der Ort die meiste Zeit des Jahres verlassen, nur im Sommer lebt er auf, wenn die Hauptstädter ihre Feriendomizile beziehen. Ein wenig zerklüftet, ohne richtigen Ortskern, umsäumt von alten Schiffen, Barken und Überresten der Schienen, hat Moutsouna dennoch sein ganz eigenes Flair und lädt direkt am Hafen zu verweilen ein.  Fährt man von hier die Straße Richtung Süden weiter bis nach Panormos, findet man sich an einer Badebucht und den wenigen Überresten einer Akropolis wieder.

Katamaranfahrt entlang der Küste 

Mit dem Katamaran entlang der Küste schippern, Náxos aus der Ferne beobachten und seine Umgebung erkunden. Das ist der DieFerienwelt TOP-Tipp Nummer 9. Von Náxos-Stadt starten, für alle seefesten unter uns,  die mehrstündigen Touren zu den schönsten Bade- und Schnorchelstopps entlang der Küstenlinie oder zu den Nachbarinseln. Für alle Romantiker unter uns oder die die es noch werden wollen: Wie wäre es mit einer Fahrt in den Sonnenuntergang?

Apíranthos

Hier spürt man, dass die Zeit noch etwas langsamer geht. Apíranthos hat sich nur zögerlich für den Tourismus geöffnet. Aus heutiger Sicht ein absoluter Gewinn für seine Besucher. Ein wenig scheint die Zeit still zu stehen. Die Kirchenglocken werden noch per Hand geläutet. Traditionelles Handwerk ist noch in vollem Gange. Ein Glücksfall! Die Straßen sind mit Marmorplatten ausgelegt, die Häuser zum Teil aus Marmor erbaut, mit abgerundeten Ecken, damit sich die Lastesel von damals bei der Arbeit nicht verletzten. Dieses kleine Bergdorf hat aber nicht nur durch seine Marmorbauten einen Sonderstatus. Nein, schon früher wurde hier ein ganz besonderer Dialekt gesprochen und vor allem haben sie Dorfbewohner in Reimen miteinander kommuniziert. Heute ist auch dies selten geworden, aber viele dieser Reime werden heute verschriftlicht und so für die Nachwelt festgehalten.

Die Traumstrände

Wer Náxos besucht, den erwarten viele schöne Strände. Das Wasser ist glasklar und man hat seine Füße immer Blick. Entlang der Westküste bis in den Süden reihen sich die Gold schimmernden und weißen Sandstrände aneinander. Sie scheinen teils nahtlos ineinander überzugehen und sind oft nur durch kleine Felsvorsprünge getrennt. Im Osten dagegen gibt es nur wenige kleine Badebuchten. Meist sind es Kiesstrände, dafür hat man sie gerne auch mal für sich allein. Ich habe es anfangs schon einmal gesagt: Náxos´Strände gehören für mich zu den schönsten Griechenlands!

Die Auswahl ist groß, hier noch ein paar DieFerienwelt Strandtipps:

Agios Propkopis /Agia Anna/Plaka Strand/Mikri Vilga Strand/Glyfada/Alyko (Dünenlandschaft im Naturschutzgebiet)/Agiassos Bucht/Kalados Bucht/Panormos Bucht/Psili Ammos Bucht

 

Die griechische Küche auf Náxos 

Last but not least: Griechisches Essen. Gegrilltes Gemüse, Fleisch, leckere Aufläufe, Fischgerichte, Oliven, Tzatziki mit Brot, Ouzo oder Wein, laden einen jeden Besucher zu neuen Geschmackserlebnissen ein. Den guten Käse aus Náxos, der roh, fritiert oder gebraten angeboten wird, sollte unbedingt verkostet werden! Das Klima, die Ernährung und die ungezwungene Freilandhaltung, machen den geschmacklichen Unterschied. Es gibt unzählige Sorten. PS: DieFerienwelt extra Tipp – Wer auf seine Kartoffeln nicht verzichten möchte, ist hier genau richtig. Da nur auf Náxos und Kreta Kartoffeln angebaut werden, gilt die Knolle als eine Spezialität.

Wenn du an den schönen Stränden Náxos entspannen, durch die bezaubernde Altstadt der Inselhauptstadt schlendern oder atemberaubende Sonnenuntergänge in einer Taverne mit den Füßen im Sand erleben möchtest, dann melde Dich bei mir und meinen Kolleginnen von DieFerienwelt.

Wir haben die besten Urlaubsideen für dein Urlaubsglück in der Inselwelt der Kykladen. Gerne kombinieren wir Náxos für dich auch mit eins, zwei oder mehr Nächten auf Santorini oder einer Nachbarinsel deiner Wahl.

Du möchtest jetzt am liebsten los? Oder Du hast noch Fragen? Dann melde dich bei mir oder einer meiner Kolleginnen von DieFerienWelt, wir sind für dich da!

Fakten im Überblick:

Wetter:

Die Temperaturen sind ganzjährig angenehm. Im Sommer sind es selten über 32 Grad. Auf Náxos weht auch im Sommer ein angenehmer Wind.

 

Beste Reisezeit:

Mai bis Oktober

 

Größe Naxos

  1. 32km lang
  2. 22km breit

 

Lage:

Im Mittelmeer südwestlich von Athen und nördlich von Kreta im Ägäischen Meer.

 

Anreise:

Nach Naxos erfolgt die Anreise über Piräus oder z.B. ab Santorini und dann weiter mit der Fähre. Die Fährüberfahrt dauert ab Santorini ab 75 Minuten (Schnellfähre) und ab Piräus/Athen ab 3:30 h (Schnellfähre). Ab Athen bietet die Fluggesellschaft Aegean auch Inlandsflüge nach Náxos an.

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